Silvan Niederberger ist Werkstattleiter im Buszentrum in Herzogenbuchsee. Seelenruhig und abgeklärt erklärt er, wie er und sein Team die gesamte asm-Busflotte auf Trab halten und wie sie sich dabei unauffällig im Hintergrund bewegen.
«… die Lancierung der mobilen Billettautomaten am meisten beschäftigt. Diese wurden im vergangenen Dezember beim Fahrplanwechsel in unseren Bussen im Seeland erfolgreich eingesetzt und im Anschluss folgte der Wechsel im Oberaargau. Seit dann müssen unsere Busfahrerinnen und Busfahrer keine Billette mehr verkaufen. Wir haben das System gemeinsam mit anderen Busunternehmen aus der Region entwickelt – und es hat sich bereits bewährt.»
«… stört mich überhaupt nicht. Ich persönlich bin zwar überall präsent und trotzdem unsichtbar. Wir geniessen lieber im Hintergrund das uneingeschränkte Vertrauen der Verantwortlichen. Aus meiner Sicht ist es sogar besser, wenn wir für die Kundinnen und Kunden nicht sichtbar sind. Weil wir in diesem Fall auch keine Fahrzeuge vom Netz nehmen müssen und der Betrieb in dem Fall störungsfrei verläuft.»
«… hatte ich gerade erst letzte Woche. Wir mussten einen Bus austauschen. Bei dieser Gelegenheit konnte ich einer älteren Frau an der Haltekante eine Auskunft geben. Der gelegentliche Austausch und die Gespräche mit den Fahrgästen machen mir Spass. Es tut gut, ab und zu an der Basis zu sein und zu erfahren, was die Menschen bewegt. Und wenn wir sie dabei noch tatkräftig unterstützen können, dann ist das umso besser.»
«… erhalten wir von allen Seiten. Zum Beispiel in Form von Unterstützung aus unserer Abteilung und auch von unseren Vorgesetzten. Wir begegnen uns gegenseitig mit Respekt, nehmen Rücksicht und schauen, dass es den anderen gut geht. So können wir unter optimalen Bedingungen gute Leistungen abliefern.»
«… ein Tabuthema. Wenn ein Bus gemäss Ausfahrtsplan aus der Werkstatt rollen muss, dann geschieht das normalerweise auf die Minute genau. Wir haben gelernt, dass wir Verspätungen mit einer guten Planung stark entgegenwirken können. Darum nehmen wir uns für unsere Arbeiten lieber genügend Zeit und erledigen sie mit Sorgfalt. Beispielsweise gehen wir, wenn ein Fahrzeug nicht zu 100 Prozent bereit ist, keine Risiken ein und lassen es auch mal im Depot stehen und weichen auf ein Ersatzfahrzeug aus.»
«… dann wäre das, in möglichst kurzer Zeit genügend Fachpersonal für unsere Abteilung zu rekrutieren und dafür allenfalls neue Wege zu gehen.»
«… ist, Prioritäten richtig zu setzen und flexibel zu agieren. Das Abschätzen von Aufwänden und Wichtigkeiten begleitet uns Tag für Tag.»
«… beziehen sich vor allem auf die Umstellung auf die neue Flotte der Elektrobusse. Für viele von uns ist das immer noch Neuland. Gut finde ich, dass wir nicht radikal, sondern paketweise umstellen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Berührungsängste beim Fahrpersonal abgebaut werden und wir für die Umschulungen den richtigen Zeitpunkt einplanen.»