Als kleiner Bub pendelte Tom Hofmann mit dem Zug von Mörigen nach Lattrigen in die Schule und hatte jeweils immer ein Kribbeln im Bauch. Bei der asm stellt er als Elektromechaniker den Unterhalt und die Instandhaltung der Infrastrukturanlagen sicher. Eine Annäherung in Mörigen.
«Hier bin ich jeweils in den Zug eingestiegen und nach Lattrigen gefahren.» Tom Hofmann nimmt uns zurück in seine Kindheit und erzählt, wie und warum ihn die Eisenbahn schon immer faszinierte. «Ein bestimmter Lokführer hat uns Kids jeweils in den Führerstand gelassen – da hat mich das Fieber gepackt.»
Doch als es um die Berufswahl ging, wählte Tom Hofmann die Baumschulisten-Lehre. Danach entschied er sich für eine Polymechaniker-Lehre und arbeitete in der Kunststoff- und der Getränkeindustrie. «Grundsätzlich gefiel mir mein Job, aber ich wusste, dass ich noch etwas anderes machen wollte. Und dann sah ich den Stellenbeschrieb der asm …» – Polymechaniker mit Elektroerfahrung. Und erst noch in der Region, in der er aufgewachsen war.
Seit März 2024 ist Tom Hofmann nun in der Elektroabteilung bei der asm dabei. In einem fünfköpfigen Team betreut er alle asm-Anlagen zwischen Biel und Ins. «Wir sind pro Monat einige Hundert Kilometer unterwegs und kümmern uns um den Unterhalt und die Wartung der elektrischen Anlagen auf der gesamten Strecke: Sicherungsanlagen, Signale, Bahnübergänge, Steuerungen, Weichen, Beleuchtungen, Fahrgastinformation und Billettautomaten.»
Wenn er erzählt, gerät er ins Schwärmen: «Ich bin hier so richtig angekommen, wurde super aufgenommen und freue mich täglich auf meine abwechslungsreiche Arbeit. Der Zusammenhalt ist enorm. Vielleicht, weil wir draussen stark aufeinander angewiesen sind und uns immer gegenseitig absichern. Vielleicht aber auch, weil wir auch mal nach Feierabend etwas gemeinsam unternehmen – vom Grillabend bis zum Treberwurstessen.»
Ein wichtiger Teil von Toms Arbeit ist der Pikettdienst. «Bei Störungen rücken wir zu jeder Tages- und Nachtzeit aus. Tagsüber unterbrechen wir unsere Arbeit und beheben das Problem», erzählt der Seeländer. Ein Beispiel: Vor Kurzem fiel ein Licht bei einer Wechselblinklichtanlage aus – eine kleine Glühbirne. Für die Lokführerin bzw. den Lokführer heisst das, nur noch im Schritttempo über den Bahnübergang zu fahren – und deshalb viel Zeit zu verlieren.» Hier ist das Pikettteam gefordert. Je eher die Störung behoben ist, desto besser für den gesamten Betrieb.
Dass seine Arbeit mehr oder weniger unsichtbar ist, gefällt Tom Hofmann. «Ich arbeite gerne im Hintergrund. Die tägliche Wertschätzung ist aber trotzdem da. Meine Arbeit ist sehr befriedigend und ich erhalte immer wieder ein Merci – entweder von Vorgesetzten oder auch von meinen Kollegen.» Der Elektromechaniker fühlt sich in Lattrigen gut aufgehoben. Einerseits in seinem Team, andererseits auch, weil die Zentrale und das Management sich um die Mitarbeitenden hier kümmern. «Wir werden regelmässig informiert, es finden Informationsabende statt oder man trifft sich bei einem Sommerfest. Wir sind also bestens integriert und pflegen den persönlichen Austausch.»
Tom Hofmann, der rundum Zufriedene also? «Das kann man wohl sagen. Das Einzige, was ich mir zurzeit wünsche, ist, dass wir bald Zuwachs erhalten», erzählt der Familienvater. «Nein, nicht zu Hause, sondern in unserem Team – wir suchen nämlich zurzeit einen Netzelektriker und freuen uns auf unser neues Teammitglied», lacht er.
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