«Wir spüren, dass unsere Leistungen geschätzt werden.»

Verwaltungsratspräsident Rolf Riechsteiner (RR) und Direktor Fredy Miller (FM) schauen mit Stolz und Freude auf das vergangene Jahr zurück. Die asm verfügt über ein äusserst stabiles Fundament: Sie ist finanziell gesund, weist eine hohe Kundenzufriedenheit auf und kann auf motivierte, loyale Mitarbeitende zählen.

Fredy und Rolf, was kommt euch in den Sinn, wenn ihr an 2025 denkt? 
FM: «Es gab sehr viel Positives: Die Motivation bei den Mitarbeitenden ist sehr gut. Wir konnten im vergangenen Jahr neue, mehrheitlich jüngere Menschen einstellen und verfügen über eine gute und stabile Unternehmenskultur.» 
RR: «Wir können in erster Linie stolz sein; darauf, dass wir finanziell gesund sind, dass wir eine hohe Kundenzufriedenheit aufweisen und auf ein Team zählen dürfen, das sich mit viel Freude und Einsatz tagtäglich für die asm starkmacht.»

Welche Begegnungen haben euch geprägt oder waren besonders beflügelnd? 
RR: «Ich hatte sehr viele gute Gespräche mit unseren Eigentümern – insbesondere mit unserem Hauptaktionär, dem Kanton Bern. Wir spüren, dass sie mit uns zufrieden sind und unsere Leistungen schätzen.» 
FM: «Speziell war unser jährlich stattfindendes Sommerfest mit allen aktiven und ehemaligen Mitarbeitenden. Hier spüre ich die Verbundenheit mit dem Unternehmen; dieses Zusammenkommen einer riesigen Community – das hat mich berührt.»

Welches waren eure Hauptherausforderungen und wie habt ihr sie angepackt? 
RR: «Wir im Verwaltungsrat müssen und wollen uns immer wieder strategisch hinterfragen und weiterentwickeln. Wir planen die nächsten fünf bis zehn Jahre und müssen uns fragen, wie wir auch künftig strukturell und organisatorisch erfolgreich unterwegs sein können. Diese Verantwortung trage ich gerne.» 
FM: «2025 war vor allem ein Planungsjahr – insbesondere der neuen Streckenführung Scharnageln–Niederbipp. Herausragend waren die Grossrevision des ‹vinifuni› sowie die Anpassungen rund um den Bahnhof Langenthal. Herausfordernd waren vor allem die Lieferverzögerungen von Bussen und gewissen Materialien.»

Und welches waren eure persönlichen Highlights? 
FM: «Sehr positiv waren die tiefere Fluktuationsrate gegenüber dem Vorjahr sowie das konstruktive Betriebsklima, verbunden mit einer hohen Einsatzbereitschaft. Überall, wo ich involviert war, traf ich auf Loyalität und hohe Einsatzbereitschaft. 
Persönlich hat mich die Fahrt durch den neu gebauten Bahnhof Lattrigen besonders gefreut sowie die vielen kleineren Optimierungen entlang unserer Strecken. Und der Entscheid, dass wir voraussichtlich im Verlauf von 2027 unseren neuen gemeinsamen Bürostandort an der Gaswerkstrasse in Langenthal realisieren können – in modernen, zweckmässigen und effizienten Räumlichkeiten.» 
RR: «Speziell hervorzuheben ist die Zusammenarbeit des gesamten Verwaltungsrats mit unserer Geschäftsleitung; hier möchte ich dir, Fredy, einen besonderen Dank aussprechen. Du stellst dich nie in den Vordergrund und bist trotzdem überall präsent.» 

Welches war eure unvergesslichste Reise auf dem asm-Netz? 
RR: «Die Fahrt von Oensingen über Niederbipp bis nach Solothurn mit ‹meinem Bipperlisi› – da kommen Kindheitserinnerungen auf. Ausserdem bin ich auch einmal bewusst von einer Endstation zur anderen gefahren – besonders auf Strecken, die ich vorher nicht kannte.» 
FM: «Ich bewege mich regelmässig auf unseren Linien. Es macht mir Spass, präsent zu sein und mit den Menschen zu reden.» 
RR: «Da bewundere ich Fredy. Wenn wir gemeinsam unterwegs sind, kennt er alle Mitarbeitenden – die meisten mit Namen – und nimmt sich Zeit für einen Schwatz.» 

Und ausserhalb? 
FM: «Ich bin sehr viel in der ganzen Schweiz unterwegs und schaue mir auch mal die Infrastruktur und die Fahrzeuge der anderen Bahn- und Busanbieter an. So bemerke ich auch immer den Unterschied zu unseren Zügen und Bussen.» 
RR: «Was mir persönlich am meisten auffällt: Unsere Züge und Busse sind mit Abstand die saubersten in der ganzen Schweiz. Auch in Sachen Infrastruktur sind wir fortschrittlich unterwegs.» 

Fredy, welchen Mitarbeitenden, die unsichtbar unterwegs sind, zollst du am meisten Respekt? 
FM: «Grundsätzlich allen, insbesondere denen im Hintergrund, die im Bereich Infrastruktur, im Unterhalt und in der Reinigung oder in der Werkstatt arbeiten.» 
RR: «Ich wollte gerade sagen: Die asm funktioniert wie ein Uhrwerk – wenn ein Zahnrad wegbricht, wird es sofort ersetzt. Jede und jeder kann sich auf die anderen verlassen.» 
FM: «Ja, unsere Leute sind oft unsichtbar: Sie tauchen auf, erledigen ihre Arbeit und verschwinden wieder, ohne von den Kundinnen und Kunden richtig wahrgenommen zu werden.» 

Rolf, wie sichtbar bist du für die asm unterwegs? 
RR: «Ich stehe meistens im Hintergrund: Mir ist es wichtig, dass die operative Führung und die Mitarbeitenden das Gesicht der asm sind. Sie haben den Kundenkontakt und halten die Unternehmung am Laufen. Mein Job ist es, die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich alle entfalten können.» 

Erhalten asm-Mitarbeitende eigentlich genug Wertschätzung? 
FM: «Die Leistungen unserer Mitarbeitenden verdienen höchsten Respekt. Viele arbeiten auch zu unregelmässigen Arbeitszeiten und am Wochenende. Wir versuchen im Rahmen der Möglichkeiten, möglichst fortschrittliche Arbeitsbedingungen zu bieten. Dazu gehören auch eine faire Entlöhnung, eine Fahrvergünstigung für das Personal (GA-FVP) und unsere Gesundheitsförderung ‹Ladestation›.» 
RR: «Vor allem sind sie füreinander da, springen ein, wenn jemand krank ist, bewegen sich in einem sozialen System und erhalten dadurch auch gegenseitig Wertschätzung.» 

Zum Schluss, auf was freut ihr euch, wenn ihr in die Zukunft schaut? 
RR: «Ich bin felsenfest überzeugt, dass wir zuverlässig und weitsichtig aufgestellt sind. Die asm ist alles andere als ein träger Staatsbetrieb – sie wird geführt und gelebt wie ein zukunftsorientiertes KMU.» 
FM: «Ich freue mich, die Strategie 2035+ zusammen mit allen Beteiligten vorantreiben zu können.»